Wednesday, October 28, 2015

Rezension: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks von Cynthia Hand

Ein bewegender Roman vom Lieben, Verlieren und Abschiednehmen von Bestsellerautorin Cynthia Hand. Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Buchdetails:

Cynthia Hand
Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
 
 
Erscheinungstag: Do, 10.09.2015
Bandnummer: 200001
Seitenanzahl: 320
ISBN: 9783959670029

Quelle: Harper Collins Germany

Meine Gedanken zum Buch:

Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks hat mich sofort durch den Klappentext und das schöne Cover angesprochen und ich war sehr gespannt, ob mir Lexies Geschichte gefallen wird.

Und ich muss sagen, dass mir dieser melancholische Jugendroman sehr gut gefallen hat, denn er war sehr tiefgründig, ernst und sehr emotional.

Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks behandelt sehr schwierige Themen wie beispielsweise Selbstmord, Tod, Trauer und Depressionen. Daher war es ein trauriges Buch und man konnte förmlich Lexies Emotionen spüren. Ich gestehe, dass ich während des Lesens mehrfach geweint habe, weil mich Lexies Geschichte sehr gepackt hat und mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen hat.

Cynthia Hand hat es geschafft, Lexies Gedanken und Gefühle sehr authentisch rüber zubringen und daher wirkte die Hauptprotagonistin sehr echt, und nicht einfach wie ein Charakter aus einem Buch.

Im Nachwort erfahren wir, dass die Autorin einen ähnlichen Schicksalsschlag erlitten hat, wie Lexie selbst. Und ehrlich gesagt, habe ich mir dies schon während des Lesens gedacht, denn ich habe mehrere Bücher über Selbstmord und Tod gelesen, doch wenige kamen so unverfälscht und emotional rüber.

Auf jeden Fall hat mir Lexie als Protagonistin sehr gut gefallen und ich habe sehr mit ihr mitgefühlt. Ich konnte all ihre Emotionen nachvollziehen und habe verstanden, wieso sie solche Entscheidungen getroffen hat und Schuldgefühle mit sich schleppte.

Mir hat außerdem gut gefallen, dass Lexie anfängt, ihren toten Bruder zu sehen und sie somit ihre Vernunft in Frage stellen muss. Gerade Lexie ist ein sehr rationaler Mensch, der an Fakten und reelle Dinge glaubt, weil sie nun mal sehr wissenschaftlich denkt und ihr Herz für die Mathematik schlägt (dieses Thema wird übrigens sehr oft im Buch aufgegriffen und ich fand es sehr schön, wie die Autorin die Mathematik in Worten gefasst hat).

Lexies Therapeut schlägt vor, dass sie anfängt, Tagebuch zu schreiben und durch diese Einblicke erfahren wir sehr viel über Lexies Beziehungen - die Beziehung zu ihrem Bruder, die Beziehung zu ihren Eltern und die Beziehung zu ihrem Exfreund. Somit erfahren wir, wieso Lexie sich von ihrem Freund getrennt hat, wieso sie zu ihrem Vater keine tolle Beziehung hat und was am Tag des Selbstmords geschehen ist.

Gerade diese Einblicke sind sehr gefühlvoll, vor allem die Stellen, in denen die Beziehung zwischen Lexie und ihrem Bruder veranschaulicht wird.

Insgesamt war Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks ein sehr schönes, emotionales Buch, trotz oder gerade wegen der melancholischen Atmosphäre und der ernsten Themen. Ich empfehle diesen Roman allen John Green und Jennifer Nieven Fans, denn ich finde, es kann definitiv mit den Büchern dieser Autoren mithalten.

Rating:

4,5 von 5 Sternen

Anmerkung: Ich möchte mich sehr gerne bei Harper Collins Germany für das schöne Rezensionsexemplar bedanken!

Andreea

8 comments:

  1. Schön, dass dir das Buch gefallen hat! Mir hat noch "Das gewisse Etwas" gefehlt, doch das Buch war wirklich nicht schlecht... :)

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    1. So ein Buch ist definitiv nicht für jeden, aber mich konnte es begeistern :)

      LG

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  2. Schöne Rezension. Ich fand ja das Buch auch wahnsinnig einfühlsam und so gut gemacht für dieses schwierige Thema. :)
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Ja, genau! Es ist einfach super umgesetzt worden.

      LG

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  3. Wow! Das Buch klingt wirklich sehr toll und traurig. Kann verstehen, dass es einem nahe gehen kann. Ich denke, es kommt auf meine Bücherliste. :)
    Tolle Rezension!
    Liebe Grüße

    Neyschn

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    1. Yay! Hoffe, du wirst es irgendwann lesen, wenn du in der passenden Stimmung sein wirst :)

      LG

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  4. Hallo Andreea,
    danke für deinen Besuch bei mir!
    Das Buch habe ich auch gelesen, mir hat es wie dir sehr gut gefallen.
    Lexie konnte mich als Protagonistin auch erreichen.
    Liebste Grüße
    Nadine
    http://misshappyreading.blogspot.de/

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    1. Ja, oder? Ist echt ein schönes Buch :)

      LG

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