Thursday, July 30, 2015

Rezension: Schau mir in die Augen, Audrey von Sophie Kinsella

Eine zauberhafte funkensprühende Familiengeschichte
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Buchdetails: 

Schau mir in die Augen, Audrey

Originaltitel: Finding Audrey


Originalverlag: Penguin, UK

Aus dem Englischen von Anja Galić 
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Ab 12 Jahren

Paperback, Klappenbroschur, 384 Seiten13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-17148-6

€ 14,99 [D] € 15,50 [A] CHF 20,50 * (* empf. VK-Preis) 

Verlag: cbj
Erscheinungstermin: 20. Juli 2015 

Quelle: cbj

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein Buch von Sophie Kinsella gelesen habe, denn normalerweise lese ich keine Chick Lit Bücher, sondern meistens Jugendbücher, wie ihr vielleicht wisst.

Als ich dann hörte, dass Sophie Kinsella ihr erstes Jugendbuch veröffentlichen würde, war ich sehr neugierig darauf, vor allem da die Inhaltsangabe dazu so witzig klang. Gleichzeitig hatte ich nicht all zu große Erwartungen an Schau mir in die Augen, Audrey, denn wie gesagt, ich habe Sophie Kinsellas Bücher noch nie gelesen.

Als ich dann die ersten Seiten gelesen habe, war ich positiv überrascht, denn ich mochte Kinsellas Schreibstil auf Anhieb und wollte mehr über Audrey und ihre Familie erfahren.

Was mir am meisten an Schau mir in die Augen, Audrey gefallen hat, war die Tatsache, dass das Buch so witzig war. Ich musste während des Lesens mehrmals lachen, manchmal sogar so viel, dass mir die Tränen kamen. Eigentlich ist die Thematik des Buches nicht wirklich fröhlich oder witzig, aber irgendwie schafft es Sophie Kinsella, eine lustige Familiengeschichte zu erzählen, die einem ans Herz wächst, und dass, ohne den ernsten Aspekt (Audreys psychischen Zustand) aus den Augen zu verlieren.

Audreys Familie ist ziemlich schräg und dies führt dazu, dass Leser sehr lustige und charmante Dialoge zu lesen bekommen und sich womöglich mit dieser chaotischen Familie identifizieren können. Ich fand Audreys Familie einfach nur liebenswert und sehr authentisch porträtiert.

Wer sich hingegen eine Geschichte erhofft, die sich auf Audreys seelischen Zustand konzentriert, der wird womöglich ein wenig enttäuscht sein, denn oft rückt Audrey durch ihre chaotische Familie in den Hintergrund. Mir hat es allerdings nichts ausgemacht, denn ich fand es sehr schön, mehr über ihre Familie zu erfahren, als über den Grund von Audreys Zusammenbruch (der übrigens nicht 100% erläutert wird).

Wenn ihr also witzige, charmante und schräge Familiengeschichten mögt, dann ist Schau mir in die Augen, Audrey definitiv perfekt für euch, denn Sophie Kinsella schafft es mit ihrem lockeren Schreibstil eine lustige Geschichte zu erzählen, die dennoch einen ernsten Kern beinhaltet.

Rating:

4,5 von 5 Sternen

Anmerkung: Ich möchte mich gerne beim cbj Verlag für das tolle Rezensionsexemplar bedanken!

Andreea

Sunday, July 12, 2015

Rezension: Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga

»Ich küsse ihn. Wir küssen uns! Ich versuche, mich nicht zu fragen, ob das nun richtig oder falsch ist. Mein Herz hämmert, und ich hoffe, dass sein Herz genauso wild klopft. Ich weiß, dass die Menschen einander seit tausend Ewigkeiten küssen, aber jetzt, in diesem Augenblick, fühlt es sich an, als wäre das Küssen ein Geheimnis, das nur Roman und ich kennen.«

Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen – und die Liebe ihres Lebens finden


Buchdetails:

Jasmine Warga

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Roman
Hardcover
Aus dem Amerikanischen von Adelheid Zöfel
Preis € (D) 16,99 | € (A) 17,50 | SFR 24,50
ISBN: 978-3-7373-5141-6

Quelle: S. Fischer Verlage

Meine Gedanken zum Buch:

Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört und da mir das Cover und die Inhaltsangabe zugesagt haben, wollte ich es unbedingt lesen.

Zugegeben, die Thematik des Buches ist anspruchsvoll, immerhin geht es um Selbstmord und Tod. Trotzdem hat mich das Buch angesprochen, denn die Hauptprotagonistin hat mir sehr gut gefallen, und ich fand es schön und traurig zugleich, ihr beim Erzählen „zuzuhören".

Aysel hat vor, sich das Leben zu nehmen, denn sie hat große Angst davor, so zu werden, wie ihr Vater. Sie hat keine Freunde und sie ist traurig und einsam. Deshalb tat sie mir natürlich sehr leid und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen.

Als Aysel dann Roman kennenlernt und die beiden sich näher kommen, fängt sie an, ihre Entscheidung zu überdenken. Denn plötzlich merkt sie, dass es sich doch lohnt, zu kämpfen, zu leben und zu lieben. Durch Roman sieht sie sich selbst in einem anderen Licht und ihr wird klar, dass sie nicht unbedingt so werden muss, wie ihr Vater. Und sie ist bereit, zuzugeben, dass sie mit Depressionen zu kämpfen hat, und somit wagt sie den ersten Schritt zur Besserung.

Roman fand ich als Protagonist auch gut und mit ihm konnte ich auch mitempfinden, denn er hat mit Schuldgefühlen zu kämpfen und er will sich ebenfalls das Leben nehmen. Er tat mir, genau wie Aysel, sehr leid und ich wollte nur, dass es den beiden wieder gut geht.

Wie schon erwähnt, mir hat Aysel als Erzählerin sehr gut gefallen, denn man konnte sich ganz gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin war sehr schön und flüssig, so dass man der Geschichte ganz leicht folgen konnte.

Mein Herz und andere schwarze Löcher ist kein Buch, das voller Spannung und Action ist, denn es konzentriert sich auf Aysel und ihre Beziehung zu Roman, zu ihrem Vater und zu ihrer Familie. Dennoch fand ich den Jugendroman sehr gut, denn ich wollte wissen, wie alles ausgehen würde und ob Aysel und Roman sich wirklich das Leben nehmen würden oder nicht. Das Ende des Buches ist traurig, aber hoffnungsvoll und daher war ich vollkommen zufrieden damit.

Jasmine Wargas Roman ist sehr traurig, aber auch schön, obwohl es um solch ein schwieriges Thema geht. Das Buch ist hoffnungsvoll, emotional und sehr ehrlich. Wenn euch Das Schicksal ist ein mieser Verräter und All the Bright Places gefallen hat, dann werdet ihr sicherlich auch Mein Herz und andere schwarze Löcher mögen.

Rating:

4 von 5 Sternen

Anmerkung: Ich möchte mich gerne bei S. Fischer Verlage für das schöne Rezensionsexemplar bedanken!

Andreea